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HTML-Notizen





Lange Texte im Web

Es kann hilfreich sein, www.dpmusik.de anzuklicken. Dort gibt es einen Link zu einer rund 520 DIN-A4-Seiten umfassenden Arbeit, die sicherlich, obwohl sie noch nicht abgeschlossen ist, ein ganz brauchbares Anwendungsbeispiel dafür sein dürfte, wie man mit relativ einfachen Mitteln ausgedehnte Abfassungen ins Web setzen kann. Vielleicht werden wir hier bei Gelegenheit einige Einzelheiten diskutieren, die doppelspaltige Registererstellung beispielsweise. Wer schon jetzt etwas wissen will über die "Doppelkolumne", über den Traum und Alptraum der HTML-Textlayouterei also, allerhand Praxis mit mancherlei Varianten sucht und Quelltexte lesen kann, der möge die folgenden Seiten besuchen.

Zweispalterei


12.8.2007


(© 2001-2006 Diethelm Paulussen)

Aufbaufassung: 1.74, Online: 10.3.2002, Stand: 1.10.2006


Wenn mer gebbe, gebbe mer gern - abber mer gebbe nix!

(Frankfordder Wordde des Matthias Beltz, † 2002)


 
INHALTSVERZEICHNIS


 Nach oben (der Weg zurück im Zorn)
 0. Befehle/Tags - kurzgefaßt
 1. Grundbegriffe
 2. Schreiben (a)
 3. Schreiben (b), Schrift
 4. Blockformate u.ä.
 5. Listen
 6. Verweise (Links)
 7. Graphisches
 7a. Graphikecke
 8. Tafeln, Tabellen
 9. Auswahl-, Eingabeformulare
10. Rahmen
11. Praxis, Kniffe
Quellen, Einführungen, Referenzwerke
Open End


Die "HTML-Notizen" sind ausgelegt für den Browser-Typ
Microsoft® IE 6.0 SP2
(jedoch nicht ganz ohne Rücksichten auf andere Fassungen und Systeme)

Der Quellcode besteht nur aus HTML.

Optimale Anzeige derzeit:

Am besten nicht unter 800 x 600 Pixel
(Meine Arbeitsgrundlage: 1280 x 1024)
Systemsteuerung/Anzeige/Einstellungen/Schriftgrad:
Kleine Schriftarten ("Normalgröße 96 dpi")
Browser-Einstellungen:
Schriftart für Webseiten: Times New Roman
Schriftart für Rastertexte ("Nur-Text"): Courier New
Schriftgrad: Mittel

Sondereinstellungen bzw. Einschränkungen von Anzeige-Optionen
führen unweigerlich zu Layout-Fehldarstellungenn.

Einzelheiten am Ende dieser Seite

Ausdruck-Info:
Ansicht/Schriftgrad/Mittel: DIN-A4-Breite (Tafelbreite: 750 Pixel)




Ein Wegbegleiter

Homepages, die vornehmlich Texte vermitteln wollen, per Hand zu programmieren, das ist der eigentliche Grundgedanke, der hier das Entstehen eines kleinen Nachschlagedienstes fördern soll, einer Arbeit ganz privater Natur und ohne jeden Anspruch. Im Vordergrund steht zunächst HTML, später mag dann auch anderes einbezogen werden. Wir werden uns, wenn alles gut geht, mal locker, mal tiefer schürfend, mit Grundlagen, Problemen, Lösungen und Notlösungen beschäftigen.

Ein kleines, persönliches Notizen-Vademecum soll es werden, und es sei noch einmal - anders formuliert - darauf hingewiesen: es besteht in keiner Form die Absicht, einen Leitfaden oder gar einen Kurs zu entwerfen; zu einem derartigen Zweck sollte der Stoff in der Tat einmal geformt werden, allerdings war immer im Blickwinkel geblieben, das verträgliche Westentaschenformat nicht zu überschreiten. Im Februar 2001 erstarrte dann aber alles zu Eis. Heute mag ich dem Leitfaden-Gedanken, welcher Art auch immer, nicht mehr nachhängen. Stattdessen soll nach Herzenslust probiert werden. Freude an der Sache, Vergnügen am Programmieren und großes Interesse am WWW als einem - potentiell zumindest - freien Mitteilungsmedium stecken hier schlicht und ergreifend hinter allem Werkeln. Wer sich auf diese Seiten verirrt und gelegentlich wieder mal vorbeischaut, muß viel Geduld und gutmütiges Wollwollen sein eigen nennen. Hier wird geschrieben, umgeschrieben, gedacht und verworfen, man möchte sagen, hier wird geschnitzt und gehobelt, daß die Späne fliegen, vielleicht raucht sogar ab und an der Bildschirm. Nichts steht hier fest, nur der Wandel - und der sei ewig (bis die Sonn' verglüht).

Enstanden war der Urzustand dieses Etwas als eine Art Protokoll. Nach dem Studium des von Achim Schmidt verfaßten KnowWare-Heftes "WWW - HomePages selbst erstellen - Einführung in HTML" (siehe unten) hatte ich mir sozusagen einen Rechenschafts- oder Ergebnisbericht angefertigt. Einen Extrakt könnte man das auch nennen, was da dem Ausbau entgegenharrte. Es kam aber anders. Es kam die Praxis mit Macht: Zwei Homepages, www.MusicaSacraOnline.de und www.MusikAltNikolai.de, rückten derart in den Vordergrund, daß für eine Weiterführung keine Zeit blieb. Diese kam aber Anfang 2002 wieder, und damit auch die Gelegenheit, den Stoff aus der Klamottenkiste hervorzuholen.

Zunächst steht eine gründliche Überholung an. Das Innen, das Außen, alles muß renoviert werden, wobei die Thematik in einem Zug in dem Sinn abgewandelt wird, die Erfahrungen einfließen zu lassen, die durch den Aufbau der Homepages gewonnen wurden und bei deren weiterem Ausbau wohl auch weiterhin gewonnen werden. Denn ganz abseits der zahllosen speziellen und systematischen Homepage-, HTML-, oder Sonstwas-Abhandlungen (im Web und außerhalb), tauchen in der Praxis doch vielerlei Probleme auf, auf die man oft keine oder keine passende Antwort findet, auf die aber jeweils Antworten gefunden werden müssen. Mit anderen Worten, in der Homepage-Do-It-Yourself-Bastelpraxis ist man gezwungen, sich durchzubeißen. Und wie's scheint, haben derlei Erkundungen Mitteilungswert, zumindest zeigt das mein Traffic. Dieser ist nicht riesig, aber - ich freue mich darüber - auch nicht vernachlässigbar. Wie dem auch ist, Rummel und Erwartungshaltungen bleiben hier außen vor; das Erstellen und Weitersagen wird ganz langsam, ganz behutsam Schritt für Schritt, ja fast Befehl für Befehl, geschehen. Der Werkstatt-Idee und -Philosophie gemäß, der www.dpmusik.de anhängt, wird dies in steter Tuchfühlung mit dem WWW geschehen. Online kann viel sein, wenn's gut läuft: Improvisation, Komposition, sich ständig verändernd, verbessernd vielleicht; eine Wanderung von Anstieg zu Anstieg, von Ausblick zu Ausblick (vielleicht).

Wird es hier besondere Bonbons geben? Ja, hoffentlich. Die folgende, für jedermann unscheinbar wirkende Tabelle beispielsweise. Mit Word (plus der HTML-Travestie) oder einem auf CSS getrimmten automatischen Editor ist sie leicht erstellt, wenn auch der Web-Code auf diese Weise vermutlich nicht der einfachste und kleinste der Welt sein wird. Handprogrammiertes HTML aber, verbunden mit einem kleinen Trick, produziert hier einen wirklich knappen Code. (Anzeige-, Einstellungsvoraussetzung: siehe oben die Hinweistafel. Veraltete Browser, wie MSIE 3.0, zeigen die Ankündigung, der eine sogenannte blinde Tabelle bzw. Tafel zugrunde liegt, nicht ganz richtig an; die MSIE-Fassungen 5.5, 6.0 SP2 hingegen gibt sie korrekt wieder.)

 
Eintritt (numerierte Platzkarten):  Donnerstag, 13. 7. 2001
Reihen 1-2 3-4 5-7 8-9 10-11 12-13
22,-- 25,-- 28,-- 25,-- 22,-- 20,--
Seite vorn: 18,-- Seite hinten:  1,--
Eintritt Generalprobe, Mittwoch, 12. 7. 2001: einheitlich 10,- €
Bitte keine Hunde mitbringen!
Danke!




1. Grundbegriffe

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Anfang fast bei null

Falls Sie Interesse daran haben, die Homepage-Programmierung irgendwie erlernen zu wollen, Sie trauen sich aber nicht so richtig: Dem Wunsch kann abgeholfen werden, es gibt zahllose Einstiegshilfen! Ganz besonders hilfreich war vor langer Zeit die schon erwähnte Einführung in HTML Achim Schmidts (einst selbständige Hompepage, parallel dazu auch als KnowWare-Heft 122 erhältlich, dieses schließlich auch online, das alles existiert nicht mehr, siehe dazu weiter unten). Schmidts Einführung beschränkte sich wirklich auf das allernötigste; wer als interessierter Programmier-Laie das Heft irgendwo ergattern kann, gewissenhaft durcharbeitet, tut sich was Gutes. Natürlich, es gibt auch anderes. Nur finden muß man es, weiter unten dazu ein paar Tips. Mit solcherlei Hilfen ist die Erarbeitung einer soliden Grundlage möglich, darauf kann man aufbauen. Doch auch im Rahmen der "Notizen" ist der Einstieg möglich. Allerdings ist, wie gesagt, die Vermittlung von Stoffgrundlagen hier nicht das eigentliche Thema. Schlimmer noch, soweit die Grundlagen betroffen sind, mag es in der Tat des öfteren sehr knapp und gedrängt zugehen. Deshalb kann ich nur wärmstens empfehlen, einen Blick auf die unten angeführten Literaturhinweise zu werfen, dort müßte neben Schmidt auf jeden Fall für einen Einstieg irgendetwas Passendes dabei sein.

Starten wir also, allen Unkenrufen zum Trotz, dennoch eine Einführung; "Anstoß" sei sie genannt, ein Schubs in die hoffentlich richtige Richtung. Sie können ja offensichtlich Ihr Betriebssystem (Windows?) und Ihren Browser (Internet Explorer?) bedienen; dann legen Sie los, schreiten Sie zur Tat. Legen Sie einen Ordner an. Nennen Sie ihn "HTML", "html" oder wie auch immer. Öffnen Sie den Ordner und erstellen Sie in ihm mit der rechten Maustaste eine Textdatei. Nennen Sie die Datei "WebSeite.txt"; öffnen Sie sie mit einem Editor wie dem Windows-Editor (Notepad) und schreiben Sie den folgenden Programmtext exakt ab. Sie können ihn auch kopieren (linke Maustaste: Markieren, rechte Maustaste: Kopieren, Einfügen), aber Abschreiben ist dem Gedächtnis behilflich. Selbermachen vom primitivsten Anfang an ist der Quell von Phantasie und Selbständigkeit.

<html>
<head>
<title>WebSeite</title>
</head>

<body>

<h1>Von HTML zur WebSeite und zurück.</h1>

</body>
</html>

Speichern Sie nun die Datei und ändern Sie die Erweiterung "txt" zu "htm" oder "html" ab, aus praktischen Gründen am besten zu "htm" (später mehr darüber). Ein Doppelklick auf den Namen: Jetzt haben Sie eine rudimentäre Web-Seite bzw. Homepage vor sich. Klicken Sie mit der rechten Maustaste die Seite an und wählen Sie "Quelltext anzeigen". Nun befinden Sie sich im Programmcode, hier werden Sie Ihre weiteren HTML-Anweisungen eintragen. Also machen wir ein Exempel. Schreiben Sie jetzt unter "<h1>Von HTML zur WebSeite und zurück. </h1>" - zwecks Übersichtlichkeit am besten nach einer Leerzeile - die folgende Ergänzung, wobei Sie besonders den <...>-Gebilden Ihr Augenmerk schenken müssen:

<p>
Da bin ich aber <u><i><big>gespannt!</big></i></u>

Damit hätten Sie schon Ihre erste "Programmiertat" vollbracht.

Natürlich wollen Sie wissen, ob dem auch so ist. Das geht so: Wenn Sie nach oder während Ihrer Programmierarbeiten den jeweiligen Stand Ihrer "WebSeite" überprüfen wollen, verfahren Sie im Grunde wie oben beschrieben: Sie speichern die Datei und rufen sie mit einem Doppelklick neu auf. Oder viel besser: Klicken Sie nach dem Abspeichern auf der Symbolleiste auf "Ansicht" oder mit der RECHTEN Maustaste auf Ihre alte "WebSeite", die ja noch auf dem Bildschirm zu sehen ist, und wählen Sie "Aktualisieren"; damit rufen Sie praktisch die Datei neu auf, d.h. der Browser zeigt Ihre neueste Errungenschaft an. Die letzten wichtigen Schritte noch mal: Wenn Sie am Programmcode weiterarbeiten wollen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine normale Textstelle oder eine sonstige freie Stelle der "WebSeite" (nicht auf ein Bild, eine Abbildung oder eine Link-Textstelle) und wählen "Quelltext anzeigen". Nun sind Sie wieder im Programmcode. Wenn Sie fertig sind, abspeichern und dann, wenn Sie sehen wollen, was sie fabriziert haben, AKTUALISIEREN (am besten mit der RECHTEN Maustaste).

Können Sie in den "Notizen" lesen und parallel in Ihrer "WebSeite"-Datei arbeiten? Ja. Rufen Sie zunächst eine Seite der "Notizen" aus dem Internet auf, öffnen Sie dann Ihre "WebSeite" (im Windows Explorer) mit einem Doppelklick. Nun können Sie oben auf der Anzeigeleiste mit den Zürück- und Vorwärtstasten hin und herschalten. Nach einiger Übung haben Sie das perfekt raus. Vergessen Sie nicht: Ihre Änderungen sind erst wirksam, wenn Sie sie "aktualisiert" haben! Das Hin- und Herschalten geht aber noch komfortabler.


KNIFF

Zwei offene Fenster: Die "HTML-Notizen" vis à vis Arbeitsfenster

Holen Sie sich aus dem Internet die "Notizen" bei. Die Bereitstellung wird unten auf der Task-/Programmleiste angezeigt. Rufen Sie jetzt den Browser SOLO auf und laden Sie aus ihm heraus Ihre "WebSeite"-Datei. Ihr Name erscheint auf der Taskleiste rechts neben den "Notizen". Klicken Sie auf die jeweils aufgerufene Seite der "Notizen": Jetzt können Sie lesen. Klicken Sie auf Ihre "WebSeite": Jetzt ist diese auf dem Bildschirm und sie können damit arbeiten, wie oben beschrieben. Beide "Sphären" bleiben getrennt. Keine Angst: Sie können sie nicht gravierend verwechseln. Denn in den "Notizen" können Sie zwar den Quelltext aufrufen, um zu prüfen, welche Fehler ich gemacht habe; Sie können auch munter in dem (Ihnen allerdings sehr wenig vertraut erscheinenden) Programmcode herumfuhrwerken, doch beim "Abspeichern" wird sich nichts Fulminantes ereignen, es wird weder blitzen noch donnern.

Merke: Wenn Sie in einem Büro oder Betrieb Ihre Homepage-Übungen vornehmen, wo wegen eines Intranet-Verbundes die Datei-Ladefunktionen des Browsers eingeschränkt sind, werden Sie wohl die zuerst beschriebene Alternative mit den Vorwärts- und Zurücktasten wählen müssen. Die bequemere Methode wird wahrscheinlich gekappt sein.

Wir sprachen eben über meinen Programmcode: Sie sollten sich möglichst früh dazu aufraffen, fremde Programmcodes zu "checken". Arbeiten Sie sich in diese ein, so lernen Sie auch mit der Zeit unlogische, fehlerhafte oder Kraut- und Rüben-Codes von strukturierten und geschickten Codes zu unterscheiden. Allerdings sind heute die meisten Codes mit CSS und JavaScript derart durchsetzt, meist überfrachtet, daß dies für einen HTML-Anfänger ein nahezu unüberwindbares Hindernis sein dürfte. Mit etwas Glück finden sich aber noch schlichte und effektive Arbeiten. Ich erlaube mir hier, meine zu empfehlen. Sie sind zwar kein Abbild der Schönheit, aber im Regelfall lesbar und kein Gewurstel. Der "Notizen"-Quelltext allerdings wird im "Probier- und Laborbereich" im Regelfall eine nur schwerverdauliche Kost abgegeben. Er ist wegen der für die Bildschirmdarstellung notwendigen Außerkraftsetzung der Programmbefehle zunächst wohl nur etwas für Fortgeschrittene. Rufen Sie die entsprechenden Seiten auf, dann wissen Sie, was ich meine. Ich verspreche aber hiermit hoch und heilig, ich werde die entsprechenden Quelltexte später noch etwas schönen.

Versuchen Sie herauszufinden, ob ein Fremd-Code mit einem automatischen Primitiveditor erstellt wurde. Das nämlich ist meist aufgeblähter Programmumstand und -wirrsinn höchsten Grades. Erste Hinweise, um welche Codes man einen großen Bogen machen sollte, erhält man durch folgende Vorgehensweise: Rufen Sie den Quellcode auf und suchen Sie im Head-Teil nach der Zeile <meta name="generator" content="xxxyyy">. Editoren schreiben meistens ihren Markennamen dort hin, wo hier "xxxyyy" steht. Mit der Zeit lernen Sie selbst, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Zwei Tips noch:

Falls Ihre "Notizen"-Aufrufe Geld kosten, sollten Sie nach jedem Aufruf OFFLINE gehen. Aber so können Sie noch mehr Geld sparen: Sie haben oben gelesen, wie man in einem Quelltext Text markiert und ihn in eine Datei hineinkopiert. Wie müßte man verfahren, wenn man sich eine ganze "Notizen"-Seite auf die Festplatte holen möchte? "Speichern unter" natürlich, aber wie noch? Klar, wie eben gesagt: Markieren, kopieren, den Text in eine txt-Datei einfügen und diese dann in eine html-Datei umbenennen. Ich zeige Ihnen später einmal, wie man die gesamte Homepage runterlädt und funktionierend zusammenbaut (wann und wie das erlaubt sein wird, teile ich dann mit). Einen derartigen Zusammenbau kann man übrigens nur mit bestimmten, sprich einfachen Homepages machen, denn komplizierte Web-Präsenzen, die unter anderem mit AUSGELAGERTEN CSS- und/oder JavaScript-Vorlagen arbeiten, setzen einer solchen mit einfachen Mitteln arbeitenden Traumbastelei oft starke bis unüberwindliche Bollwerke entgegen. Auch darf natürlich das Copyright nicht umgangen werden. Wenn ich nicht irre, darf man Homepages oder einzelne Seiten davon auf die eigene Festplatte runterladen (das werden sie im Cache temporär auf automatische Weise sowieso, und Offline ist ja auch eine anerkannte Technik). Änderungen im Quelltext aber sind im Regelfall ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Hierbei beachte man, daß das Kopieren des Quelltexts einer Änderung gleichkommt, wenn es sich bei der Kopie um einen Teil handelt, also ein Teil der Seite oder Gesamt-Homepage zurückbleibt. Zu derartigen zurückbleibenden "Resten" zählen auch verborgene Steuerungs- und Rahmendateien. Somit ist eine Quelltext-Kopie ohnehin wohl nur in seltenen Fällen kein Extrakt. Führen wir uns das Widersprüchliche noch einmal vor Augen: Es scheint in der Tat so zu sein, daß die Quelltextkopie einer abhängigen Einzelseite als ein Verstoß gegen das Urheberrecht angesehen werden kann, das in den meisten Fällen zum gleichen Endergebnis führende RUNTERLADEN ("Speichern unter") einer solchen Seite offenbar aber ganz und gar nicht. Es ist im Grunde erstaunlich, daß das Download, das, ob vollständig oder unvollständig, immer ein Kopiervorgang ist, offenbar in jedem Fall als statthaft angesehen wird. Dies gehöre eben zu den Spielregeln des Webs. Malt man sich derlei Zugeständnisse bis in die Einzelheiten aus, hat man große Mühe, in dem Wirrwarr noch die Grundgedanken des (herkömmlichen) Urheberrechts zu sehen. Rechtsfreier Raum? Freibeutertum? Merkwürdig, bemerkenswert.


Grundlegendes

HTML = Hypertext Markup Language. HTML gehört zu der sich wohl täglich vermehrenden Anzahl von Computerbegriffen, denen so gut wie nichts Selbsterklärendes innewohnt. Versucht man ihnen mit traditionellen Sprachmitteln beizukommen, entsteht fast zwangsläufig eine Glosse. Fangen wir mit dem Kunstprodukt "Hypertext" an, gesprochen "haipertext". "Hyper" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "über". Sehen Sie sich in einem Lexikon die zahlreichen Verbindungen an, in denen es gebraucht wird, meistens lautet die übertragene Bedeutung: zuviel, gesteigert, mehr und dergleichen. Hyperemesis ist übermäßiges Erbrechen, Hyperorexie ist das Gegenteil: Freßlust, Heißhunger. Interessant ist Hypermetron: Vers, der um eine Silbe zu lang ist und mit der Anfangssilbe des folgenden Verses durch Elision (= Auslassung eines unbetonen Selbstlautes) VERBUNDEN wird. Ein "hypertext" wäre demnach zunächst ein "Übertext". Der prätentiöse Nebenton ist nicht zu überhören. Offensichtlich bedeutet das Wort auch (gesehen mit dem Wissen um den Sachverhalt) so etwas wie "über den Text hinausgehend", "textübergreifend", "von Text zu Text" (durchaus analog zu unserem "von Haus zu Haus"); das wäre dann der Bezug zum "link" (Verknüpfung, Verbindung), zum Sprungverweis also. "Mark up language" wird vielfach sehr vollmundig mit "Auszeichnungssprache" oder "Textauszeichnungssprache" übersetzt. Wieso, beim Barte des Propheten, ist HTML eine "Textauszeichnungssprache"? Im Verlagswesen versteht man unter "Auszeichnung" in der Tat Textformatierung. Aber HTML kann davon viel zu wenig. Mit derartigen Nebelbegriffen, hilflosen Eindeutschungen, besser "Umdeutschungen" (in der Computerei eine gängige Praxis), wird der Dunst um "Hypertext Markup Language" nicht lichter. Werfen wir einen Blick in Webster's Third New International Dictionary von 1981, also einer Ausgabe vor der PC-Influenza. Doch nähere Rückschlüsse vom vorfachchinesischen auf den jetzigen Internet-Gebrauch ergeben sich dadurch auch nicht. Man lernt aber, daß "mark" äußerst vieldeutig ist, es steht für Grenze, Ziel, Zeichen, Schild, Marke, Markierung, Norm und vieles andere mehr; "mark up" hat vor allem mit Preisen und Preisaufschlägen zu tun ("auszeichnen", siehe oben). Außerdem lernt man: Hinter all der Sprachpraxis, hinter all den vielen Bedeutungen steht irgendwie "Zeichen". Auch ist die Nähe des "markup language" zu "artificial language" oder "constructed language" nicht zu übersehen, beide Begriffe heißen nichts anderes als "Kunstsprache". Esperanto beispielsweise ist eine "constructed language". Man rufe sich zudem in Erinnerung: HTML ist beileibe keine richtige Programmiersprache, noch nicht einmal halbwegs; es fehlt ihr z. B. die primitivste Eigenschaft dafür: die Fallentscheidung (wenn - dann). Scheint nicht "mark up language" genau das andeuten zu wollen, den Unterschied nämlich zu einer wirklichen Programmiersprache (programming language)? Fürs erste, denke ich, kommt man am weitesten, wenn man "mark up language" für genau das hält, was die Phrase gerade noch so herzugeben scheint: Zeichensprache, nicht mehr und nicht weniger. Man denke an "quotation mark" oder "trade mark". Aber ist HTML überhaupt eine "Sprache"? Und was besagt denn nun das Text-, Zeichen-, Sprache-Hyperknäuel? Ein kopfbedeckender Zylinderhut? Ein aufgeputschtes Triumvirat-Konglomerat? Ist der Ursprung des "mark up" in "HTML" vielleicht sogar im militärischen Bereich zu suchen? Es klingt so zackig. Denn aus dieser Ecke kommt ja das Internet.

HTML-Befehle oder Tags sind Anweisungen, die ein Browser in Bildschirmaktionen umsetzt. Es ist Groß- und/oder Kleinschreibung zugelassen. Ich empfehle, im Quellcode kleine Buchstaben zu verwenden, weil das für zukünftige Zwecke, die ich später einmal erläutern werde, von Bedeutung ist (XHTML). Einem HTML-Anfangstag folgt am Ende einer Anweisung meistens ein Endtag, aber eben nicht immer. Wie das in vielen Fällen gehandhabt wird, zeigen in den "Notizen" die jeweiligen Ausführungen und die zahlreichen Quellcode-Darstellungen. Zur Grammatik: Als Geschlecht hat sich für "the tag" "das tag" eingebürgert, aber "der tag" scheint manchen auch zu passen; "die tag", im Sinn von "die Anweisung", habe ich noch nie gelesen oder gehört. Und da wir gerade bei Unika sind: Usus ist auch "das HTML". Hiergegen anzurennen, wäre unnötig oberlehrerhaft, deshalb verlassen die "Notizen" diese Schiene nicht, also immer munter "das Sprache".

Typisches Anfangstag: <h1>
Das abschießende Pendant dazu, das Endtag: </h1>

Text, der zwischen solchen Tags steht, wird gewissen Regeln gemäß formatiert und am Bildschirm ausgegeben. Demnach würde Text, der zwischen den folgenden Tags <h1> ... </h1> steht, als große Überschrift angezeigt.

Die Aktion eines Tags kann durch Zusätze (Attribute) spezifizert bzw. erweitert werden. Attributen werden oft Definitionen beigegeben, z. B. <font size="1"> ... </font>; in diesem Fall erscheint ein Text in der (kleinsten) Schriftgröße 1.

Sie haben weiter oben schon ein kleines HTML-Programm gesehen, vielleicht haben Sie es sogar eingetippt. Es veranschaulicht den ÄUßEREN Rahmen eines Homepage-Programms. Wir wollen uns nun die Systematik und das Miteinander von Anweisungen klarmachen. Zunächst ein Beispiel für den INNEREN Kern eines HTML-Programms. Wir wollen, daß auf dem Bildschirm etwas mehr zu sehen ist, als es oben der Fall war. Das Folgende simuliert den Quellcode dazu:

<center>
<tt>
<h6>Mit diesen Tags erschiene zentriert in Schreibmaschinenschrift eine Überschrift in der kleinsten Buchstabengröße.</h6>
</tt>
</center>
<p>
Nach der Überschrift käme mit <p> eine Leerzeile und dann - nicht mehr zentriert - in voreingestellter Proportionalschrift, zunächst in normaler Größe, ein Etwas, <font size="7">daß sich zu einem monströsen Gebilde auswächst.</font>

Und so sieht das eben Angekündigte mit erzählerisch etwas abgeändertem Text aus:

Es erscheint zentriert und in Schreibmaschinenschrift die Überschrift in der kleinsten Buchstabengröße.

Danach kam die versprochene Leerzeile und es erscheint nun - nicht mehr zentriert - in voreingestellter Proportionalschrift, zunächst in normaler Größe, ein Etwas, daß sich zu einem monströsen Gebilde auswächst.

Wie oben schon gesagt: Jeder Programmcode hat einen Rahmen und dieser besteht aus zwei Teilen, dem "Kopf" und dem "Körper". Machen wir uns die Rahmenelemente noch einmal klar:

<html> (<html> weist dieses Programm als ein HTML-Programm aus.)
<head> (Zwischen <head> und </head> stehen allgemeine Anweisungen.)

<title>

(Zwischen <title> und </title> steht die Angabe für die Kopf- und Task-Leisten.)

</title>

</head> (Hier ist der Kopf zu Ende.)

<body>

(Zwischen <body> und </body> steht Ihre Texteingabe, das eigentliche HTML-Programm, also z. B. das obige kleine Programm, das u.a. zwei Schriftgrößen vorstellte.)

</body>
</html>
(Hier ist alles zu Ende.)

Man liest landauf, landab das Gegenteil (und oben steht's auch nicht anders), Tatsache aber ist: Der Browser (zumindest der von Microsoft) funktioniert über weite Strecken auch ohne das HTML-Head-Body-Grundgerüst. Dieses Wissen hilft Ihnen später bei nur mal schnell so dahingeschriebenen Ausprobiersachen. Ins Netz geht man natürlich nicht oben und unten ohne.

HTML ist in den Anfängen nicht kompliziert. In fortgeschrittenen Bereichen aber wird dafür um so mehr hingelangt. Doch wer sich durchbeißt, wer diese Gestaltungssprache fließend anwenden kann, ist flexibel und hängt nicht von den vielen Nachteilen ab, die automatische Homepage-Editoren, vor allem jene für den Hausgebrauch, mit sich bringen. Im übrigen sollte man Einzelroutinen sammeln. Das ergibt nach und nach eine Bibliothek, in der man nachschlagen oder aus der man sich kopieren kann, was man benötigt. Das spart Zeit und ersetzt in einem privaten, überschaubaren Rahmen wirklich jeden automatischen Editor. Zu dieser Freiheit möchten die "Notizen" Leitern anbieten und Brücken bauen.

Die ständige Streitfrage, ob HTML-, CSS-, JavaScript- und dergleichen Kenntnisse überhaupt nötig sind, wenn man sich ans Homepage-Zusammenbasteln begibt, kann ich, auf mich bezogen, leicht beantworten: Ohne wirkliche Basis-Kenntnisse könnte ich auf diesem Gebiet eigentlich ÜBERHAUPT NICHTS bewerkstelligen. Ich habe schon 1985 die ersten PC-Programmier-Schritte unternommen (BASIC, Makro-Assembler) und bis heute diesen Denksport, diese Mühen nicht bereut. In dem riesigen, sich überaus rasant verändernden und erschreckend unüberschaubaren Gebiet der Computerei ist mir durch die einst erarbeiteten Grundlagen der rote Faden nie ganz verloren gegangen. Mir ist ein Grundverständnis eigen. Auch wenn ich (zeitweise) viele Gebiete der Oberfläche nicht verstehe (manchmal stehe ich vollkommen im Dunkeln), so ist es doch nicht möglich, mir dauerhaft Märchen zu erzählen oder irgendwelche Bären aufzubinden. Ich weiß mir - wenn auch manchmal nur notdürftig - zu helfen. Solange die PCs so bleiben, wie sie jetzt sind, wird mich so schnell nichts blenden oder aus der Fassung bringen. Auch nicht der gegenwärtig ausufernde, mit charmantem Bill-Lächeln vorgetragene Obergurusche Techno-Gigantismus und -Despotismus. Es ist zu hoffen, daß mit einem offenen Betriebssystem wie LINUX (dem alten MS-DOS nicht unähnlich) derlei absurdem Treiben hoffentlich bald Grenzen gesetzt sind. Die PC-Computerei sollte wenigstens Reste des Do-It-Yourself bewahren, besser noch: sie sollte diese Philosophie fördern, sie sollte zur Möglichkeit modularer Anteilhabe zurückfinden. Selbst sei der Mann (so weit das im Rahmen des Möglichen möglich ist)! So entsteht Geist, so entsteht Sinn. Der Mensch komme zu sich selbst (cogito ergo sum).

Der HTML-Code - gemeint ist hier der Befehlscode als solcher - verwendet den sogenannten einfachen ASCII-Zeichensatz [1]. Dies bedeutet unter anderem: Umlaute, Sonderbuchstaben oder Buchstaben mit diakritischen Zusätzen (z. B. französische Accents) kommen in ihm nicht vor. Im eigentlichen Darstellungstext hingegen ist jedes verfügbare Zeichen erlaubt. Für die Eingabe können ASCII/OEM- und ANSI-Editoren verwendet werden. Setzt man einen ASCII-OEM-Editor ein, muß allerdings später eine Umwandlung nach ANSI erfolgen. Die Abkürzungen ASCII/OEM (= MS-DOS/OEM) und ANSI stehen im PC-Jargon für erweiterte ASCII-Zeichenreihen mit im Erweiterungsbereich (ASCII 128 - 255) unterschiedlicher Zeichensatzbelegung [2]. Der ANSI-Code, heute auch scherzhaft "Web-ASCII" genannt, ist der Standard sowohl im Microsoft-Windows-Business als auch im Internet-Quelltext-Bereich. Sein eigentlicher ASCII-Teil, der "einfache ASCII" (ASCII 0 - 127), dient, wie gesagt, der HTML-Programmierung, dem tatsächlichen Programm-Code also; allerdings wird hierfür im Grunde nur der Teil 32 bis 128 verwendet. Der ganze Zeichensatz hingegen, zumindest der Teil ASCII/OEM bzw. ANSI 32 bis 255, bildet die Grundlage für die (nord-, südamerikanische, westeuropäische) Nicht-Code-Textgestaltung. Falls man überhaupt ASCII/OEM einsetzt, ist dies ist in dieser Hinsicht allerdings der schlechtere Partner, weil, wie oben gesagt, nach ANSI umgewandelt werden muß und weil, schon von Anfang an hinderlich, die Auswahl an Zeichen (Buchstaben usw.) reichlich ungünstig ist.

[1] 
 
ASCII: American Standard Code for Information Interchange (einfacher, ursprünglicher ASCII: 128 Zeichen; ergänzter, erweiterter ASCII: 256 Zeichen)
[2] 
 

MS-DOS: Mircosoft Disk Operating System (Vorläufer von Windows)
OEM: Original Equipment Manufacture(r) (Verarbeiter/Verbreiter/Verwerter bzw. Verarbeitung eines originalen Etwas, abgeleitetes/verwertetes Fabrikat, auch verbogenes Kürzel für "Industriestandard")
ASCII/OEM: Erweiterter ASCII (ASCII von der PC-Industrie erweitert und verwertet, einstiger ASCII-Industriestandard)
ANSI: American National Standards Institute (ANSI: neuer erweiterter ASCII-Modus, "Web-ASCII", Ableger bzw. Nachfolger von ASCII/OEM)


HINWEIS

Zu einer Einführung in die geheimnisumwitterten Ca&ntilde;ons (= Cañons) der Zeichen, Gräber und Totems (ASCII, erweiterter ASCII, ASCII/OEM, "Web-ASCII", ANSI, Unicode usw.) siehe Abteilung 3 "Schreiben (b), Schrift".


Editoren GmbH

Einfache manuelle ASCII/OEM- und ANSI-Editoren

Der folgenden Aufstellung sind Erläuterungen beigegeben, die Vorkenntnisse voraussetzen. Das Mitgeteilte ist eigentlich nicht schwierig, aber für einen Anfänger sicherlich verwirrend. Wer noch nie etwas von ASCII, ANSI usw. gehört hat, sollte sich vielleicht zunächst von dem obigen Hinweis leiten lassen.

Bei all den unten angeführten ANSI-Editoren ist auf die eine oder andere Art die ASCII-Unterstützung ausgedünnt. Dies betrifft zum einen den Zeichen/Funktionen-Teil ASCII 0 bis 31, auch sind die meisten dieser ASCIIs mit einfachen Mitteln nicht bildlich darstellbar (ASCII 0, weil null, war allerdings wohl noch nie bildlich besetzt). Zum anderen betrifft die Ausdünnung im erweiterten OEM-Teil ASCII 128 bis 255 (Eingabe ohne führende 0: Alt + Zahlenblock 128 usw.) die typischen MS-DOS-Anzeigegestaltungszeichen (Kasten-, Tabellengraphikzeichen), die sich zwischen 176 und 223 befinden; sie sind alle gestrichen.

Auch im ANSI-Bereich 128 bis 255 (Eingabe: Alt + Zahlenblock 0128 usw.) ist bei diesen Editoren eine eingeschränkte Unterstützung zu vermerken. Sie betrifft das Segment 128 bis 159, wo zwar, falls die Positionen überhaupt besetzt sind, die betreffenden Zeichen eingegeben werden können, ihre direkte Anzeige mit Ausnahme zweier Zeichen aber ausbleibt. Die beiden anzeigeunterstützten Zeichen sind: ANSI 0145 = ‘ und 0146 = ’, allerdings auch nicht in allen Fällen problemlos. Wie die Lage im Einzelfall aussieht, wird jeweils beschrieben.

Was die Anmerkungen zu den Zeichensätzen bzw. zur ASCII-Unterstützung betrifft, so muß damit gerechnet werden, daß Aufbau und Funktion der Zeichenreihen gewissen Schwankungen unterworfen sein können. Es ist also möglich, daß sich unter Umständen unterschiedliche Beobachtungen ergeben. Besonders im Bereich ASCII 0 bzw. 1 bis 31 trifft man auf etliche sonderbare Erscheinungen. Eine große Rolle spielt bei alldem natürlich die programmatische Entwicklungstufe der Betriebssystemfassungen, aber auch Einflüsse, die durch Hardware, Konfiguration und eventuelle übergestülpte Netzwerkeinrichtungen entstehen, sind nicht zu unterschätzen. Die angeblich so gleichen oder kompatiblen Systeme können in der doch wohl fundamentalen Welt der Zeichen in einer scheinbar winzigen Ecke plötzlich sehr unterschiedlich sein. Und das "scheinbar winzig" kann für Sie Folgen haben!

Ein Hinweis noch auf eine für manche vielleicht verwunderliche Sache: Wir werden in den "Notizen" immer mal wieder auf DOS zurückkommen. Und zwar deshalb, weil in der "Entwicklungsszene" nach wie vor mit DOS-Editoren gearbeitet wird (nicht ohne Grund im übrigen), und weil es neuerdings wieder IBM-PCs gibt, die mit Blick auf einen alternativen Einsatz von Betriebssystemen (Multi-Booting) mit IBM PC DOS 2000 ausgeliefert werden.
 
#   Notepad (Editor) in Windows 95 und 98 (Bezug: Version in Windows 95B, © 1981-1996).

Eingeschränkte ANSI-Zeichensatzunterstützung. Keine Suchen/Ersetzen-Funktion. Achtung: Dateigrößenbegrenzung bei etwa 32 oder 35 KB. In einem nicht allzu leistungsfähigen PC können Dateien, deren Größe sich im letzten Kapazitätsdrittel bewegt, Nodpad frühzeitig zum Erlahmen bringen.

Zur Zeichensatzunterstützung: Von den ASCII-Zeichen 1 bis 31 (größtenteils Steuerungsfunktionen) sind mit Alt/ASCII-Zahlenblock bildlich darstellbar 15 = ¤, 20 = ¶, 21 = § (ANSI-Codes 015, 020, 021 werden nicht unterstützt). ASCII/ANSI 8/08, 9/09, 10/010, 13/013, 26/026 zeigen sichtbare Reaktionen (z. B. 9 = Tabulator, 13 = Carriage return/Wagenrücklauf). Im ANSI-Bereich werden die Zeichen 0128 bis 0159 bis auf 0145 = ‘ und 0146 = ’ im Editor mit einem schwarzen Rechteck maskiert, also nicht dargestellt, auf einer Web-Seite hingegen werden sie dargestellt (ANSI-Eingabe: Alt/ASCII-Zahlenblock, Zahl mit führender Null; also ‘ und ’: Alt + 0145, Alt + 0145). WordPad bietet für diesen Bereich eine klarere Arbeitsweise an (siehe dort).

Vorsicht: ASCII/ANSI 26/026 löschen auf offenbar unberechenbare Weise Text, holen ihn aber auf ebenso unberechenbare Weise auch wieder zurück. Ein Löschzwischenschritt mit "Entfernen" verkompliziert die Sachlage.
 

# Notepad (Editor) in Windows NT ("NT-Notepad"; Bezug: NT Version 4.0, © 1981-1996, Build 1381: Service Pack 6)

Eingeschränkte ANSI-Zeichensatzunterstützung, keine Dateigrößenbegrenzung. Ähnlich dem Notepad unter Windows 95/98 sehr spartanisch ausgestattet, besitzt allerdings die Suchen/Ersetzen-Funktion. Arbeitet sehr schnell.

Zur Zeichensatzunterstützung: Oberhalb ASCII 31 gleicht die Unterstützung derjenigen des "Heim-Notepad", allerdings werden die Zeichen ‘ = Alt + 0145 und ’ = Alt + 0146 schon bei der Eingabe angezeigt.

Im Bereich ASCII 1 bis 31 gibt es etliche Unterschiede. Im einzelnen: Die Eingabe ergibt im allgemeinen schwarze Ersatzrechtecke, bei zehn Zeichen/Funktionen allerdings nicht, es zeigen sich weitergehende Reaktionen. In zwei Fällen werden schon bei der Eingabe Zeichen dargestellt: 20 und 21 (020 und 021 werden nicht unterstützt); 08, 09, 010, 013 (mit der führenden "0" als ANSI-Hilfskonstruktion) reagieren sichtlich, d. h. sie funktionieren (8, 9, 10 und 13 zeigen keine Reaktion bzw. ergeben nur schwarze Rechtecke). ASCII 7 wird im Editor mit einem schwarzen Rechteck maskiert, das auch nach dem Wiederaufruf der Datei nicht verschwindet, auf einer Web-Seite allerdings wird es als Zeichen angezeigt (Eingabe mit "NT-Notepad": ASCII 7 = •). ASCII 15 wird ebenfalls maskiert, doch nach dem Aufruf der Textddatei dargestellt, auf einer Web-Seite erscheint es ebenfalls (eingetippt mit "NT-Notepad": ASCII 15 = ¤). Alt 022 und 026 reagieren seltsam, je nach dem, wo der Cursor steht. Vorsicht Textlöschungen!

Tastaturen mit der Taste "Alt Gr": Diese übt in Kombination mit 01 bis 031 in mehr als der Hälfte der Fälle Funktionen aus. Meist Textsprünge (Textanfang, Textende). Es scheint sich hier um unkorrigierte programmatische Irrtümer zu handeln.

Alle "characters" des Bereichs 1 - 31 lassen sich über eine besondere, zunächst maskierte ASCII-Eingabe per Unicode-Funktion und -Abspeicherung bildlich1 anzeigen. Darin und vor allem in der Vollständigkeit ist der NT-Editor jedem der hier beschriebenen Kollegen überlegen. Allerdings ist das keine allzu praxisträchtige Funktion, denn die eben erwähnte Abspeicherung bedingt eine Formatierung, die nicht sehr empfehlenswert ist, weil sich die Dateigröße in etwa verdoppelt. Dies macht sich bei größeren Dateien sehr bemerkbar. Denn ob eine normale HTML-Datei 70 oder 140 KB hat, dürfte das Ladeverhalten erheblich beeinflussen. Ganz abgesehen davon, packen ältere Browser das Format nicht. Und Provider/Server (jedenfalls meiner) offenbar auch nicht!

Erstellen einer Unicode-Datei: txt-Datei anlegen, ASCII 1, 2, 3 usw. per Alt + Zahlenblock eintippen, Schließen und "Ja" anklicken, es folgt die Anzeige "... Aktivieren Sie das Kontrollkästchen "Als Unicode speichern" im Dialogfeld "Speichern unter", "Abbrechen" anklicken, im angezeigten Dialogfeld "Als Unicode speichern" wählen, Datei als HTML-Datei abspeichern, aufrufen.

1 Unicode-HTML-Datei. Nur von einem Browser neuerer Machart darstellbar (z. B. MSIE 5.5). (Link derzeit deaktiviert, Abfruf vom Server funktioniert [noch] nicht!)
 

# WordPad in Windows 9x usw. (Bezug: "NT-WordPad", Version NT 4.0, © 1981-1996, Build 1381: Service Pack 6).

Formatierendes Textverarbeitungssystem (als solches volle ANSI-Zeichensatzunterstützung), beherrscht aber auch den "nicht formatierenden" Nur-Text-Modus. Suchen/Ersetzen-Funktion, keine Dateigrößenbegrenzung, schnell. Für Ausdrucke existert keine automatische Seitenzählung.

WordPad ist im Nur-Text-Modus für Quelltextarbeiten sehr geeignet. Es kann in diesem Fall auf zwei Arten genutzt werden: 1) Mit eingeschränkter ANSI-Zeichensatzunterstützung, dies geschieht unter einer Schrift wie Courier. 2) Mit voller ANSI-Zeichensatzunterstützung, dies geschieht unter Schriftarten wie Arial (proportionale Schrift) oder Courier New (Rasterschrift, Schrift gleicher Schrittweite). Für Quellcodearbeiten ist von einer proportionalen Schrift entschieden abzuraten, da der Überblick verloren geht.

Zur Zeichensatzunterstützung: Im Bereich ASCII 1 - 31 liegen in Struktur und Funktion die "NT-Notepad-Verhältnisse" vor (siehe oben). Bei der Anzeige gibt es aber drei Ausnahmen. ASCII 7 wird zwar auch hier mit einem schwarzen Viereck maskiert, die lange Reihe der nicht anzeigbaren Zeichen aber mit einem Fragezeichen. ASCII 15 wird nicht maskiert, sondern schon bei der Eingabe angezeigt. In der Behandlung des Bereichs 0128 bis 0159 liegen unter Courier, der für Programmierzwecke üblichen Schreibmaschinen-Schriftart, ebenfalls die "NT-Notepad-Verhältnisse" vor, d.h. bei der Eingabe werden nur die Zeichen ‘ = Alt + 0145 und ’ = Alt + 0146 angezeigt. Unter einer Schriftart wie Courier New aber beispielweise werden alle besetzten Zeichen dieses Bereichs schon bei der Eingabe dargestellt. Wer will, könnte also, wenn das für ihn wichtig ist, zu WordPad greifen. Immer vorausgesetzt man bleibt im Nur-Text-Modus, der sich aber bei Textdateien automatisch einstellt und der auch automatisch beibehalten wird. In die "Courier New-Situation" kommt man übrigens so gut wie nebenbei. Wenn nämlich unter Windows 95/98 eine Quelldatei über die Fassungsfähigkeit Notepads anwächst, erscheint beim Aufruf "Quelltext anzeigen" eine Anzeige wie "Die Datei kann aufgrund ihrer Größe nicht mit dem Editor geöffnet werden. Möchten Sie sie mit WordPad öffnen?" Wer sich für WordPad entscheidet, befindet sich im eben angesprochenen Modus "Courier New".

Eine Unicode-Überführung wie im "NT-Notepad" gibt es in WordPad nicht.

Bei geschickter Handhabung besteht für "normalen", NICHT FORMATIERTEN Text die ASCII/OEM (= MS-DOS/OEM) <==> ANSI-Umwandlungsmöglichkeit, doch es ist Vorsicht geboten: Die beiden Zeichensätze sind im erweiterten Bereich nicht kompatibel, dies gilt sowohl für das "USA-ASCII/OEM" (Codeseite 437: Englisch) wie für das in unseren Breiten übliche "Euro-ASCII/OEM" (Codeseite 850: Mehrsprachig (Lateinisch I)). Eine Tabelle in der Abteilung 3 "Schreiben (b), Schrift" vermittelt eine ungefähre Vorstellung davon, bei welchen Zeichen die Wandlung "Euro-ASCII/OEM" <==> ANSI keine Probleme bringt. Gleich vorweg: Die ehemaligen, für MS-DOS so typischen Gestaltungszeichen (graphische Linien, Balken usw.) des erweiterten ASCII/OEM-Bereichs, die zudem in den beiden genannten ASCII-Modi keine identische Reihe bilden, werden in ANSI nicht unterstützt.

Schritte der Umwandlung DOS/OEM ==> ANSI: WordPad aufrufen, auf Datei "Öffnen" klicken, im Auswahlformular "Alle Dokumente/Alle Dateien anzeigen" wählen, Datei auswählen (nur markieren!), im Auswahlformular zu "Textdokumente-MS-DOS-Format" wechseln, öffnen, den ganzen Text markieren, unter "Format" Schriftart (am besten Courier) wählen, OK. Abspeichern als DOS-Datei: 1) Schließen anklicken, in der angezeigten Auswahltafel "Textdatei" wählen (Windows merkt sich, daß der Ursprung eine DOS-Datei war); oder 2) "Speichern unter" anklicken, "Textdokument-MS-DOS-Format" wählen.
 

# NotepadEx (Bezug: Fassung 1.7.4.2, © 2000).

NotepadEx ist ein hilfreicher Ersatz für die Windows-Notepads. Gleiches Design, aber etliche Extrafunktionen; hat, wie das "NT-Notepad", Suchen/Ersetzen. Steht im Windows-Verzeichnis; durch Umbenennung Notepad.xyz <==> Notapad.exe einfacher, wechselweiser Austausch, auch in den Menüs (also auch im überaus wichtigen Kontextmenü: rechte Maustaste "Quelltext")! Eingeschränkte ANSI-Zeichensatzunterstützung (siehe unten). Keine Dateigrößenbegrenzung. Bei nicht kommerziellem Einsatz Freeware. Für leistungsschwache PCs (486er, Pentium I mit geringem Arbeitsspeicher) ist der Editor nur bedingt geeignet, er neigt zum Erlahmen (kein Assembler- oder C++-Programm, sondern kompilierter Delphi-Code).

Zur Zeichensatzunterstützung: Im Bereich ASCII 1 - 31 werden 15, 20 und 21 angezeigt (015, 020 und 021 werden nicht unterstützt). ASCII/ANSI 9/09 und 13/013 reagieren sichtlich (funktionieren). Im Bereich ANSI 0128 bis 0159 werden nur 0145 = ‘ und 0146 = ’ schon bei der Eingabe angezeigt.

ASCII/OEM ==> ANSI-Wandler für "normalen", NICHT FORMATIERTEN Text (es ist Vorsicht geboten, siehe hierzu unter WordPad).
 

# MS-DOS-Editor in Windows 95/98 (MS-DOS 6.22: edit.com; Bezug: Windows 95B, Version 2.0.026).

ASCII/OEM-(= MS-DOS/OEM-)Zeichensatz (siehe unten). Codeblatt je nach PC-Konfiguaration, Westeuropa: Codeblatt 850 = Mehrsprachig (Lateinisch I). Übliche DOS-Speicherbegrenzung, bei etwa 60 KB.

Zum Zeichensatz: ASCII 1 bis 31 verhalten sich unterschiedlich. Gemäß der bildlich dargestellten IBM-Zeichenliste (Norten, siehe unten und hier1) werden die mit dem einst berühmten Shareware-Klassiker PC-Write (Bezug: Version 2.55) bildlich erstellbaren Zeichen/Funktionen ASCII 1 - 9, 11 - 31 auch bildlich wiedergegeben. Selbst erstellen kann man nur: ASCII 2/02, 10/010, 11/011, 14/014. 15/015, -/016, 20/020, 21/021, 28/028, 29/029, 30/030, 31/031. ASCII 127/0127 ist hier kein Haus, sondern ein Viereck (ASCII null war offenbar nie ein Zeichen zugewiesen worden; ASCII 32 ist das Leerzeichen; ASCII 255 war wohl nie besetzt, reagiert wie ein Leerzeichen). Kurioserweise läßt sich das mit PC-Write nicht bildlich erstellbare ASCII 10/010 (line feed = Zeilenvorschub) hier bildlich erzeugen.

Merke: Nicht-Code-Text mit Sonderzeichen (ASCII 128 - 255) muß für HTML-Zwecke nach ANSI umgewandelt werden, im Normalfall also wohl jeder Text. Wandler (hierbei Umsicht! walten lassen): Wordpad, NotepadEx (beide siehe oben) und UltraEdit-32 (siehe unten).

Literatur:

Peter Norten: Inside the IBM PC, Revised and Enlarged; New York 1986 (Brady), XII, 387 S., S. 41 f.: The PC Character Set (S. 42: Die Tabelle "The full PC character set" betrifft Codeseite 437)

1 Unicode-HTML-Datei. Nur von einem Browser neuerer Machart darstellbar (z. B. MSIE 5.5). (Link derzeit deaktiviert, Abruf vom Server funktioniert [noch] nicht!)
 

# UltraEdit-32 (Bezug: Version 6.00a, © 1994-1998).

UlraEdit-32 ist ein im Profi-Einsatz gerühmter und weitverbreiteter manueller ANSI-Editor (eingeschränkte ANSI-Zeichensatzunterstützung, siehe unten). Dieses amerikanische Shareware-Programm ist ein ausgewachsenes Programmierwerkzeug. HTML-Tag-Liste, Befehle in bunter Anzeige und vieles mehr. Keine Dateigrößenbegrenzung. Arbeitet auch in leistungsschwachen PCs schnell. Gutes Zusammenspiel Quellcode - Webseitenergebnis. Trägt sich beim Installieren in das Dateiaufrufmenü (Kontextmenü) des Windows Explorer ein. Sicherheitsbewußt. Erhielt Prämierungen. Deutsche Fassung verfügbar.

Zur Zeichensatzunterstützung: In der Abteilung ASCII 1 - 31 werden 15, 20 und 21 angezeigt (015, 020 und 021 zeigen keine Reaktion). ASCII/ANSI 8/08, 9/09 und 13/013 reagieren sichtlich (funktionieren). Im Bereich ANSI 0128 bis 0159 ergeben 0145 und 0146 schon bei der Eingabe eine unmaskierte Anzeige, sie ist aber in beiden Fällen gleich und dazu noch ein Accent aigu!

Schneller MS-DOS <==> ANSI-Wandler, offenbar zuverlässig, soweit "normaler", NICHT FORMATIERTER Text betroffen ist (siehe hierzu unter WordPad).

Achtung Fassung 6.00a: Arbeiten mit MS-DOS(ASCII-OEM)-Spezialtexten können Probleme bringen. In drei Fällen bescheren auf der DOS-Ebene per Alt + ASCII-Block eingegebene Zeichen/Funktionen der ersten ASCII-Reihe 1 - 31 beim Einladen unliebsame Reaktionen. Dies sind ASCII 9 = Tabulator, ASCII 10 = Line feed/Zeilenvorschub und ASCII 13 = Carriage return/Wagenrücklauf. Sie führen ihre Funktionen aus. Die Folge sind im Normalfall Textverrückungen! In Spezialtexten, die mit dem berühmten Shareware-Editor PC-Write erstellt wurden, verhält sich ASCII 10 mysteriös (z. B. Verdopplung des letzten Buchstabens der betreffenden Zeile).

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn unter Advanced/Configuration die Option "Save File as Input Format" eingeschaltet ist. Eine im OEM- oder ANSI-Modus per Alt + ASCII-Block eingegebene ASCII/ANSI-Funktion 13/013 (Carriage return = Wagenrücklauf) verursacht beim Rückspeichern einer OEM-Datei auf die MS-DOS-Ebene Löschungen, d. h. es verschwindet das letzte Zeichen jeder Zeile (die neueste Fassung des Editors wird bei Gelegenheit geprüft).

 

# Word 97, 2000

Umfangreiches Textverarbeitungsprogramm (unterstützt viele Zeichensätze). Für Quellcode-Arbeiten NUR im "nicht formatierenden" Nur-Text-Modus verwendbar (Textdokument-Modus). Word hat viele Vorteile, ist aber (nicht nur bei mäßigen Hardware-Voraussetzungen) für schnelle Programmierarbeiten zu träge. Es ist außerdem auch über die voreingestellten Menü-Punkte Anzeige/Quellcode, Rechte Maustaste/Quellcode (ohne Manipulationen) nicht erreichbar; hier wird normalerweise Notepad aufgerufen. Word kann bei gewissen formatierenden VORbereitungen von inhaltlichem Internet-Text dienlich eingesetzt werden (z. B. Sortierungen).

Mit Word 97, 2000 kann die Erzeugung von Sonderzeichen auf einfache Weise realisiert werden. Aufruf der Tafel: Einfügen. Sonderzeichen wählen, Zeichen auswählen (Doppelklick). Die Übertragung in ein HTML-Quelltextdokument geschieht mit "Kopieren". Hierbei ist zu überprüfen, inwieweit die Browser das jeweilige Zeichen auch tatsächlich darstellen. Zu den vielfältigen Problemen, die im Zusammenhang mit Sonderzeichen auftreten, siehe Abteilung 3 "Schreiben (b), Schrift".


HTML wird ständig weiterentwickelt (zukünftig wohl in Form der Ablegerin und Nachfolgerin XHTML). Also wird es stets irgendwelche Neuerungen geben. Und deshalb ist es unerläßlich, zumindest die beiden folgenden Regeln zu beachten:

Regel Nr. 1: Wer nicht verstanden werden will, sollte keine Mühe scheuen, sich so ausdrücken, daß er nicht verstanden wird. Also: Stürze Dich mit großem Engagement auf die allerneuesten Tags und vor allem auf die heißesten Mode-Tags. Sollen doch die Besitzer unpassender Browser bleiben, wo der Pfeffer wächst!

Regel Nr. 2: Eine Homepage sollte man NIE mit verschiedenen Browser-Typen und -Versionen ausprobieren. Denn egal, welche Systeme und Versionen, sie alle ergeben die gleiche Darstellung.

Mehr darüber in:

Die Goldenen Regeln für schlechtes HTML (S. Karzauninkat)

Und hier die Regel Nr. 1 für Benutzer: Achte nie darauf, welche Browser-, Bildschirm-Typen usw. erfahrene Entwickler empfehlen. Sollen diese Waldschrate mit ihren Marotten und selbstgestrickten Problemen doch ebenfalls bleiben, wo der Pfeffer wächst!

 
Quellen: HTML-Abhandlungen (Einführungen, Referenzen usw.)


A) Internet

Im WWW gibt es zahllose HTML-Abhandlungen. Die folgende Liste ist nur eine kleine Auswahl, wobei hinzuzufügen ist, das mir das ganze Ausmaß des Fundus nicht bekannt ist (gar nicht bekannt sein kann).

Ian Graham: Introduction to HTML (englisch, auch CSS, XHTML)
Johann-Christian Hanke: HTML lernen (Grundkurs für Einsteiger, siehe auch unten KnowWare-Heft 161)
Rolf Hirte: HTML-Kurs (weitergehend, auch Visual Basic, CSS, JavaScript)
Stefan Münz: SELFHTML (umfassendes Referenzwerk, auch CSS, JavaScript usw.)
Dieter Nennhuber: HTML-Kurs (im PC Magazin, interaktive Einführung, hilfreich)
Hubert Partl: HTML-Einführung (umfassend, umfangreiche Literaturliste, JavaScript usw.)
Dave Raggett (W3C): Basic HTML, Advanced HTML (auch CSS)
Achim Schmidt: Einführung in HTML (Online-Version, auch die des KnowWare-Hefts 122, vom Netz genommen).

online magazin: www.drweb.de (Dr. Web, Ideen, Tipps, Tricks, WebInfos)


B) Gedruckt

Hanke, Johann-Christian: HomePages für Einsteiger, So gehst Du vor - Schritt für Schritt
      KnowWare, Heft Plus 4, 1. Ausgabe 1999, 2. Auflage 1999, 60 [64] S.
      KnowWare, Heft 161 (ehemals Plus 4), 3. aktualisierte Ausgabe, 1. Auflage 2000, 69 S.,
4. (aktualisierte) Ausgabe, 1. Auflage 2002, 69 S.
Hanke, Johann-Christian: HomePages für Fortgeschrittene, JavaScript, XHTM, DHTML und CSS
      KnowWare, Heft Plus 12, 2000, 77 S., 12 Seiten HTML/CSS-Referenz
(HTML-Tag-Liste nicht fehlerfrei)
      2. (aktualisierte) Ausgabe, 1. Auflage 2002, 85 S., 12 Seiten HTML/CSS-Referenz
(HTML-Tag-Liste revidiert)
Hanke, Johann-Christian: Homepages mit HTML und CSS
      KnowWare, Heft 168, 1. Ausgabe, 1. Auflage 2002, 85 S.
Kjær, Olav Junker: Webdesign
      KnowWare, Heft 144, 1. Ausgabe, 1. Auflage 1997, 63 S., vergriffen, Download 2000
      (Nicht mehr aktuell, enthält aber manch nützlichen Hinweis.)
Schmidt, Achim: WWW HomePages selbst erstellen, Einführung in HTML, Internet / WWW und Co.
      KnowWare, Heft 122, 1. Ausgabe 1996, 5. Auflage 1999, 42 + 46-[48] S. (Frontseite: 3. Ausgabe)
bzw. 3. Ausgabe, 2. Auflage 2000, 42 + 45-47 S. (identischer Text)
      (DER Klassiker, HTML vor oder bis etwa 3.2, Netscape-Nähe, trotz einiger Überholtheiten für interessierte Promgrammier-Laien immer noch eine ausgezeichnete einfache Einführung)
Grundlage für meinen HTML-Beginn war dieses Heft, seit 1996 lange Zeit im Handel, im Web sowohl als selbständige Homepage als auch über KnowWare verfügbar - und das immer unüberarbeitet! Achtung: Existiert alles nicht mehr (15.7.2003).
Schnoor, Peter: Intranet, HTML und Java [Script], Internet für Firmen
      KnowWare, Heft 133, 1. Ausgabe, 1. Auflage 1997, 47 [48] S.
      (Zu überblickhaft, revidierte Ausgabe erschienen, ebenso überblickhaft)


C) Bücher (Nachschlagewerke)

Bürger, Michael / Matthias Leder: HTML 4 - DHTML, CSS, JavaScript
      1. Auflage
      Düsseldorf. 2001 (DATA Becker-Führer, KompaktReferenz, Taschenbuch 1664), 352 S.
      Hilfreiche HTML-, CSS-Darstellung. Die JavaScript-Einführung ist für Programmier-Anfänger sicherlich zu kompakt.
Münz, Stefan: SELFHTML (siehe oben)
      (Auch als zweibändigens Werk im Handel erhältlich)
 
Musciano, Chuck / Bill Kennedy: HTML & XHTML, Das umfassende Referenzwerk
      3. Auflage (Deutsche Ausgabe der 4. amerikanischen Auflage), 1., korrigierter Nachdruck September 2001
      Beijing etc. 2001 (O'Reilly), XVIII, 690 [692] S.
(Übersetzung: Eva Wolfram, Imke Schenk)
Beachte: Inzwischen (Frühjahr 2003) ist die 4. Auflage erschienen. Da man dem Aktualitätstempo nicht gewachsen ist, kann hier nur zur 3. Auflage (Kaufpreis: 40 ) etwas gesagt werden. Der Vergleich mit der im August 2002 erschienenen 5. Edition der Originalausgabe (Kaufpreis: 44 ) zeigt, daß es der deutschen 3. Auflage oft an sprachlicher Präzision mangelt. Zum deutschen Untertitel "Das umfassende Referenzwerk" ist zu sagen, daß er im Vergleich zu Münz (SELFHTML) um einiges zu hoch gegriffen ist. Der englische Untertitel "The Definitive Guide" ist da insofern etwas bescheidener, als "Guide" durchaus zutrifft. Rat: Halten Sie sich an den kostenlosen Münz im Web.
Musciano, Chuck / Bill Kennedy: HTML & XHTML, The Definitive Guide
      5. Edition, August 2002
      Beijing etc. 2002 (O'Reilly), XXI, 645 [648] S.
Einlage, abtrennbar: HTML & XHTML, Quick Reference, 5th Edition
Beachte: Enthält (ebenso wie die deutsche Ausgabe, siehe oben) im Original-Abdruck die vom World Wide Web Consortium (W3C) verfaßten HTML 4.01 und XHTML 1.0 Transitional bzw. Frameset Document Type Definitions (DTD). Der in diesen Definitionen niedergelegte Sprachkorpus wird ungeachtet der Tatsache, daß es auch eine übergeordnete, eine sogenannte strenge ("strict") Definition gibt, weitverbreitet als die gegenwärtige (X)HTML-Referenz angesehen. Auf diesem Fundament bauen viele vertrauensvoll ihre Anwendungen auf (ich auch).

Unübersehbar ist die Menge des Materials, das bislang zum Thema in Büchern, Fach-Zeitschriften und auf CDs veröffentlicht wurde. Die Masse übersteigt nicht nur alle Vorstellungen, sie übersteigt auch jede Aufnahmefähigkeit. Ich könnte noch nicht einmal wagen, einen Überblick anzugehen. Dennoch soll hier bei Gelegenheit auf das eine oder andere hingewiesen werden. Das kann dann aber alles nur rein zufälliger Natur sein.


D) (Auf)Gelesen:

Beyer, Detlef: HTML-Rechtschreibung - Webdesign ohne Diskriminierung
      c't 8/2003 (7.4.2003), S. 86-91
      Eigenständiger, informativer Artikel, sehr empfehlenswert.


Kostenlose Homepage-Vorlagen

Es gibt auf Werbe-CDs oder im Internet zum Download jede Menge kostenlose Homepage-Vorlagen. Oft darf man diese Vorlagen sogar als Rohlinge der eigenen tiefergreifenden programmatischen Weiterverarbeitung unterziehen. Das mag manchem interessant erscheinen. Doch bevor man sich überhaupt für eine Vorlage entscheidet, sollte man prüfen, inwieweit JavaScript eingesetzt ist. Sollte der Rohling nach dem Rahmenprinzip aufgebaut und schon die Rahmenabwicklung mit JavaScript programmiert sein, so muß nicht nur zu Vorsicht geraten werden, es ist eigentlich der Rat zur Ablehnung geboten. Ich habe zwei solcher Rahmen-Homepage-Vorlagen geprüft. Ihr Design schien mir gelungen, aber die Rahmenabwicklung war mit JavaScript programmiert. Was soll das? Gesetzt der Fall, ein Nutzer hat aus Sicherheitsgründen JavaScript deaktiviert, dann funktionieren derlei Homepages nicht! Sicherlich, mit dem Rahmenprinzip kann man, trotz einiger Probleme, die dieser Darstellungsweise innewohnen, äußerst attraktive Websites erstellen. Entscheidet man sich für diese Methode, sollte man aber besser auf die HTML-Rahmenfunktion zurückgreifen. Übrigens: Schielen Sie nicht auf die schicken Rahmen anderer. Rahmen-Homepages selbst herzustellen, funktionierende zudem, ist wirklich keine unlösbare Aufgabe!

 

Der Quellcode der "Notizen" besteht absichtlich NUR aus HTML!
(HTML 4.01/XHTML 1.0, Transitional/Frameset DTD, undogmatisch, praxis-, MSIE-orientiert.)


Man kann gar nicht genug Warnschilder aufstellen: Achten Sie bitte UNBEDINGT darauf, daß Ihr PC in seiner Grundeinstellung läuft ("default modus"), sonst befinden sich die "Notizen" in einer nicht kompatiblen Umgebung: Das eine oder andere sähe dann nicht nur nicht gut aus, manche Funktionen wären überhaupt nicht ausführbar. Die Unterschiedlichkeit der Browser und ihrer Fassungen ergibt schon Probleme genug!

HTML ist eine vorformatierte Gestaltungs-Sprache, deren korrekte Funktion ganz wesentlich von den Einstellungen abhängt, die PC und Browser vorgeben. Will man diese Abhängigkeit reduzieren, muß man z. B. CSS (Cascading Style Sheets) einsetzen. Aus einer Reihe von Gründen wird aber für die "HTML-Notizen" nur pures HTML verwendet. Ergänzen möchte ich hier, daß ich ein großer Freund der Programmierung für relative Schrift- und Layoutgrößen bin. Das ist nicht die hohe Schule des WWW, das ist die höchste. Aber ihre Lektionen sind verdammt schwer. Deshalb drücken sich ja auch so unendlich viele Webdesigner davor und verteidigen ihre Eis-Sites mit Scheinargumenten. Mir sind bislang nicht viele Homepages begegnet, die die Meisterschaft der Relativgestaltung drauf hatten. Treffe ich mal auf eine, zieh' ich innerlich den Hut und verweile. Das ist Kunst. Die meisten Websites aber folgen unflexiblen, schnell eingetippten, kommerziellen Interessen: Sie sind starr. Test: Stellen Sie für diese Seite der "Notizen" den Schriftgrad um auf "Sehr groß" oder "Größter" und sehen Sie sich diese Hinweistafel an. Dann wissen Sie, was ich meine: Ihr Layout wirkt wie nicht durchdacht. In diesem Fall ist das Absicht.

Ganz besonders bedachtsam sollten Sie mit Browser-Einstellungen umgehen. Sie finden die Einstellungsmöglichkeiten, die begrifflich sehr unterschiedlich gefaßt sein können, meist unter "Ansicht" oder "Extras", jedenfalls irgendwo unter "Optionen" oder dergleichen. Da die Tragweite der Einstellungen oft nicht so genau bekannt ist, findet man hier in den "Notizen" unter den einzelnen HTML-Befehlen zur Sachlage Grundlagendarstellungen, die auch auf Probleme eingehen. Komplexe Themen sind z. B. Sprachen, Schriften und Farben.

Einzelheiten:

Bildschirmauflösung: Nicht unter 800 x 600 Pixel, dies wäre für den gegenwärtigen Entwicklungsstand ganz gut.
Schriftgröße (Systemsteuerung/Anzeige/Einstellung/Schriftgrad): Kleine Schriftarten ("Normalgröße 96 dpi", dpi = Dots/Pixel per Inch/Zoll)
Schriftart(en für Webseiten, Proportionalschrift), Einstellung im Browser: Times New Roman
Schriftart für Rastertexte (gleiche Schrittweite, "Nur-Text"), Einstellung im Browser: Courier New
Schriftgrad (Größe), Einstellung im Browser: Mittel

Schriftart und -größe MÜSSEN eingehalten werden, sonst entzieht man manchen Abschnitten, sichtbaren Tafeln beispielsweise, Konstruktionsziel "Mittel". Gelegentlich sähen die "Notizen" wie "ver-rückt" aus. Denn nicht alles folgt (fürs erste) der hohen und zeitaufwendigen Kunst der relativen Layoutprogrammierung.

Standardfarben, Windows-Farben verwenden: Ja
Text und Hintergrund: Standardeinstellung.
Text und Hintergrund: Standardfarben.

Standardeinstellungen für Text und Hintergrund können vom HTML-Code überschrieben werden, wenn dieses Vermögen nicht generell abgschaltet ist (siehe unten).

Besuchte Links: khaki.
Nicht besuchte Links: blau
Links unterstreichen: Ja
Links beim Klicken hervorheben: Ja
Sprachen: Lateinisch (Basis), USA/Westeuropa
Zeichensätze: USA/Westeuropa
Schriftarten für Webseiten (schon oben aufgeführt): Times New Roman
Schriftart für Nur-Text(-Abschnitte): Courier New (eventuell Courier)
Sprache: Deutsch (Deutschland) [de]. Natürlich!

Größte Bedachtsamkeit bei folgenden Einstellungsmöglichkeiten:

Farbangaben auf Webseiten ignorieren: NEIN!
Schriftangaben auf Webseiten ignorieren: NEIN!
Schriftgradangaben auf Webseiten ignorieren: NEIN!
Bilder anzeigen: JA!
Videos wiedergeben: JA!
Akustische Signale wiedergeben: JA!

Tastatur: Deutsch fürs erste.

Java, JavaScript, Scripting abschalten: Ohne Bedeutung.

ActiveX abschalten: Ja, immer! Schützen Sie Ihre Privatsphäre und Ihre Daten!

PC an/aus: Auch mal aus.


Stand dieser Seite: 29.1.2004

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